Bremen gibt Vorsitz der Wirtschaftsministerkonferenz turnusgemäß ab

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30.11.2020:

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt zieht positives Resümee

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa:

Die Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) ist ein zentrales Instrument der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit der Länder und des Bundes. Bremen hat in den Jahren 2019 und 2020 den Vorsitz der WMK inne und übergibt ihn turnusgemäß zum Jahreswechsel an Nordrhein-Westfalen. 2019 fand die Konferenz in Bremerhaven statt. Aufgrund der Corona-Pandemie 2020 wurde der für Sommer 2020 geplante Präsenztermin in Bremen als Videokonferenz abgehalten. Schwerpunktthemen unter dem Vorsitz Bremens waren der Leichtbau und die Künstliche Intelligenz. Daneben war ein weiteres von Bremen eingebrachtes Thema das ökoeffiziente Fliegen.

Aufgrund der Initiative der norddeutschen Länder unter Federführung Bremens ist Leichtbau als Technologie in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung 2017 aufgenommen worden. Den Leichtbau zeichnet aus, dass nur das richtige Material in der notwendigen Menge am dafür vorgesehenen Platz bei der Produktion eingesetzt wird. Dies führt zu geringerem Ressourcenverbrauch, damit zu weniger Kosten und aber auch zu weniger Gewicht. So entstehen in der Folge klimafreundlichere Produkte, etwa Autos, Flugzeuge und Schiffe. Die WMK hat 2019 unter dem Vorsitz Bremens den Bund aufgefordert, ein zentrales Förderprogramm für den Leichtbau aufzulegen. Im ersten Halbjahr 2020 startete das Technologietransferprogramm Leichtbau (TTP LB) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit einem Fördertopf von 70 Millionen Euro jährlich.

Leichtbau ist bundesweit ein wichtiges Thema, das zeigen allein die Antragszahlen. Pro Förderrunde 2020 gab es jeweils über 100 Anträge – trotz der Corona-Pandemie und den damit für die Unternehmen verbundenen Problemen. Das Programm ist sehr gut gestartet und wird quer durch alle Branchen gut angenommen.
Dazu Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa: „Wir hoffen auf Fortführung auch über 2023 hinaus und eine angemessene Aufstockung des Fördervolumens des Bundes. Ich freue mich als Vorsitzende der WMK 2019/2020, dass es uns gelungen ist, hier schnell und wirtschaftsnah die Unternehmen beim Ausbau dieses innovativen Technologiefeldes zu unterstützen. Leichtbau ist ein tolles Beispiel, wie Innovation, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz Hand in Hand gehen.“

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Häfen
der Freien Hansestadt Bremen.

Leichtbau ist auch ein wichtiger Treiber für die Luft- und Raumfahrt. Hier gilt es, mittel- bis langfristig neue ökoeffiziente Technologien zu implementieren. Bis Wasserstoff als Treibstoff in zehn bis 15 Jahren für die Luftfahrt nutzbar ist, müssen schon jetzt Materialien und Konzepte erprobt werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Entwicklung von Tanksystemen für Flugzeuge. „Wasserstoffbasiertes Fliegen ist ein wichtiger Baustein für die ökologische Transformation der Branche. Die Corona-Pandemie bewirkt hier einen massiven Schub. Dass das Luftfahrtforschungsprogramm aufgestockt wurde, begrüße ich sehr. Es ist allerdings ebenso wichtig, dass es ein ergänzendes Programm für die Zulieferer auf den Weg gebracht wird, um die Systemkompetenz zu erhalten. Deshalb haben wir dieses Thema 2020 in die WMK eingebracht, um mit den Kolleginnen und Kollegen der Länder und dem Bund eine gemeinsame Umsetzungsstrategie auf den Weg zu bringen“, sagt Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt.

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