
Bremen Zentrum der Weltraumpolitik
26.11.2025
Erfolgreiche ESA-Ministerratskonferenz in Bremen
27.11.2025Die Space Tech Expo Europe 2025 ist erfolgreich zu Ende gegangen und hat Bremens Rolle als führende europäische Raumfahrtregion – als „City of Aerospace“ – einmal mehr bestätigt. Vom 18. bis 20. November 2025 wurde das Bremer Messezentrum erneut zum Treffpunkt der internationalen Raumfahrtindustrie und zog etwa 10.000 Fachbesucher:innen und Fachbesucher sowie über 950 Ausstellende aus mehr als 40 Nationen an, die gemeinsam die gesamte Vielfalt der modernen Raumfahrtindustrie präsentierten. Als Europas größtes B2B-Event der Raumfahrtbranche bot die Messe einmal mehr eine zentrale Plattform für den Austausch über technologische Entwicklungen, wirtschaftliche Trends und internationale Kooperationen.
Das Spektrum reichte von Satellitentechnologien und Trägersystemen über Anwendungen im Bereich Daten und Kommunikation bis hin zu sicherheitsrelevanten Lösungen und Infrastrukturprojekten.
Am Montag fiel der Auftakt zur Space Tech Expo Europe in Bremen: Im Rahmen des Kanadische-Deutschen Workshops brachte die Bremen Bremerhaven – City of Aerospace gemeinsam mit dem Kanadischen Generalkonsulat eine hochkarätige Delegation kanadischer Raumfahrtunternehmen mit Bremer Vertreter:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.
In den Pitch-Sessions, thematischen Workshops und bilateralen Gesprächen standen Kooperationen zu Weltrauminfrastruktur, Mission Operations, Bodensystemen sowie Downstream- und KI-Anwendungen im Fokus.
Gehostet von Airbus Defence and Space bot der Workshop eine hervorragende Plattform, um neue Partnerschaften anzustoßen, Innovationspotenziale auszuloten und den Austausch zwischen beiden Raumfahrtregionen weiter zu vertiefen. Zum Abschluss gab es Networking beim Lunch und eine Führung über das Airbus-Gelände.
Hier erfahren Sie mehr über das Event.

Ein Gruppenfoto der Teilnehmenden am Kanadisch-Deutschen Workshop im Airbus-Besucherzentrum
©Aviaspace
Auch dieses Jahr wurde das EEN–Fraunhofer Space Community Get-Together vom Enterprise Europe Network und der Fraunhofer Aviation und Space Alliance organisiert und brachte Raumfahrtakteure aus ganz Europa im ECOMAT zusammen. Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen und potenzielle Partner zu treffen.
Das Programm umfasste zwei Keynotes zu New Space, Law & Trust, acht Start-up-Pitches sowie einen kurzen Impuls zum European Defence Fund. Unter anderem nutzte Tristan Hundley von Decen Space (inkubiert im ESA BIC Northern Germany) die Gelegenheit, sein Unternehmen in einem kurzen Elevator-Pitch vorzustellen.
Thematische Schwerpunkte des Events waren: In-Orbit Sensing, Earth Observation for ISR, Space Manufacturing, Space-based Data Processing, Secure Satellite Communications
Abgerundet wurde der Abend durch ein offenes Get-together mit Drinks und Snacks, das zahlreiche neue Kontakte innerhalb der europäischen Raumfahrt-Community ermöglichte.

Tristan Hundley mit einem Elevator-Pitch über sein Unternehmen Decen Space.
©Aviaspace
Bereits am Vorabend der Eröffnung fand das traditionelle VIP-Dinner im Bremer Rathaus statt – ein exklusiver Rahmen für den Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Startups.
Der offizielle Messeauftakt erfolgte am 18. November durch die Begrüßung von Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, die die Bedeutung Bremens und Europas im globalen Raumfahrtsektor erneut hervorhob und betonte, wie entscheidend Innovation und Kooperation für die Zukunft der Industrie sind. Die ersten Stunden zeigten bereits deutlich, wie stark international vernetzt und wirtschaftlich relevant das Event ist: Unternehmen, Delegationen und Partnerorganisationen aus verschiedenen Ländern füllten die Hallen frühzeitig.

Kristina Vogt eröffnet die Space Tech Expo 2025 (© AVIASPACE/ Justin von Glahn)
Die Bremen Bremerhaven City of Aerospace des Landes Bremen richtete auch in diesem Jahr erneut zwei Ausstellungsstände auf der Space Tech Expo Europe: dem offiziellen Gemeinschaftsstand Bremen City-of-Space des Landes sowie einem weiteren, gemeinsam mit der ESA betriebenen ESA SME & Startups Stand, der gezielt Startups und kleine sowie mittelständische Unternehmen adressierte.
Als einer der zentralen Akteure war am ESA-Stand auch das ESA Business Incubation Centre (ESA BIC) Northern Germany vertreten. Täglich boten Pitch-Sessions innovativen jungen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Technologien und Geschäftsmodelle einem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Das Format stieß auf große Resonanz und zog zahlreiche Investorinnen und Investoren, Branchenexpertinnen und -experten sowie potenzielle Partner an. Die Präsentationen verdeutlichten einmal mehr die Dynamik und Innovationskraft der Bremer Gründerszene – und bestätigten Bremens Status als etablierter europäischer Hotspot für Raumfahrttechnologien.

Startup-Pitches beim ESA BIC Northern Germany (© AVIASPACE/ Justin von Glahn)
Ein besonderer Höhepunkt des ersten Tages war die feierliche Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen Aviaspace Bremen und Space Scotland – ein weiterer Schritt zur Vertiefung europäischer Zusammenarbeit in der Raumfahrt.

Unterzeichnung Memorandum of Understanding zwischen Aviaspace Bremen und Space Scotland (© AVIASPACE/ Justin von Glahn)
Mehrere thematische Workshops und Roundtables widmeten sich verstärkt der europäischen Zusammenarbeit. Dazu gehörten unter anderem:
- der Horizon-2026/27-Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bremen, Zuid-Holland, Schottland und Flandern
- Meetings des europäischen Netzwerks zur Smart Specialisation Platform Space (S3P)
Bei der Networking Reception des Landes Bremen kamen zum Abschluss des ersten Messetages Unternehmen, Startups und Partnerorganisationen aus Bremen und Bremerhaven in entspannter Atmosphäre zusammen – begleitet von Live-Musik und regionalen Spezialitäten.

Networking Reception (© AVIASPACE/ Justin von Glahn)
Am Abend folgte ein exklusives Networking Dinner in der Handelskammer Bremen, bei dem Vertreterinnen und Vertreter der Freien Hansestadt Bremen und der Provinz Zuid-Holland ihre Zusammenarbeit im Rahmen der europäischen Action Agenda der „Connecting Space Regions“ weiter vertieften und gemeinsame Ansätze für zukünftige Projekte diskutierten.

Connecting Space Regions (© AVIASPACE/ Justin von Glahn)
Ein weiteres inhaltliches Highlight war der Gaia-X Roadshow Auftakt in Bremen, der die Rolle souveräner Datenräume und neuer digitaler Geschäftsmodelle für die Luft- und Raumfahrtindustrie verdeutlichte.
Am zweiten Messetag wurde zudem erneut der ZARM-Förderpreis verliehen – eine der wichtigsten Auszeichnungen für herausragende akademische Arbeiten im Bereich Raumfahrtforschung.
Die Golden Reel Challenge brachte erfahrene Raumfahrt-Expert:innen, Young Professionals und Studierende zusammen, um den generationenübergreifenden Austausch in der europäischen Raumfahrt zu fördern. Im Zentrum stand die kreative Leitfrage: Welche Botschaft oder welches kulturelle Artefakt sollte die Menschheit mit einer zukünftigen ESA-Deep-Space-Mission ins All senden?
Ein zentrales Highlight war der VIP-Workshop, der auf der Space Tech Expo in Bremen stattfand. Dort erhielten die nominierten Studierendenteams eine exklusive „Invitation to Tender (ITT)“ von Young ESA, inklusive klar definierter Anforderungen. Zudem bekamen sie Mentoring durch Industrieexpert:innen, um ihre Lösungsansätze professionell auszuarbeiten und dann im Nachgang pitchen zu können.
Getragen von den Raumfahrtregionen Bremen und Zuid-Holland sowie SpaceNed und AviaSpace, zeigte die Challenge, wie kulturelle Ideen, technische Visionen und praktisches Industriewissen junge Talente inspirieren und an die Raumfahrt heranführen können.
Im Rahmen der Space Tech Expo Europe 2025 luden Scottish Development International (SDI), das UK Department for Business & Trade und die Welsh Government in Kooperation mit der Bremen Bremerhaven – City of Aerospace zu einem Networking-Event ein. Britische sowie Bremer Raumfahrtunternehmen präsentierten sich in kurzen Elevator-Pitches, tauschten sich über Kooperationsmöglichkeiten aus und nutzten die Gelegenheit zu einer Whisky-Verkostung und einem abschließenden Networking. UK Pitching Session, Whisky Tasting & Networking Reception
Am Abend brachte das Format „Connecting the Curious“, organisiert vom ESA BIC Noordwijk/ ESA BIC Northern Germany, 220 Studierende, Young Professionals, Partner, Investorinnen und Investoren und Startups aus mehreren Ländern zusammen. Mehrere Runden mit je 10 elevator-pitches von 30 Sekunden zeigten, welch hohes Potential in der jungen Gründerszene steckt. Mit den pitches stellten sich die Unternehmen vor oder Einzelpersonen ihre Unternehmensidee, für die sie Mitstreiter suchen.

Connecting The Curious (© AVIASPACE/ Justin von Glahn)
Den Abschluss der Expo bildete das Panel “Towards a Digital Twin of the Moon”, das zeigte, wie ein hochauflösendes, virtuelles Mondmodell Mission Planning, Simulation und Risikominimierung bereits vor dem Einsatz physischer Hardware unterstützen kann.
Getrieben von DLR, ATG Europe, Airbus und der TU Delft, soll die Initiative eine interoperable Plattform für smartere, sicherere und effizientere Mondmissionen schaffen.

Moderatoren und Panelisten (v.l.n.r.): Laura Gibson – ten Bloemendal (TU Delft), Margrit Klitz (DLR Agentur), Hauke Ernst (Airbus) & Daniel Twigt (ATG Europe)
Auch das B2B-Matchmaking, organisiert durch das Enterprise Europe Network Bremen und die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, war ein Besuchermagnet. Über alle drei Tage hinweg fanden kontinuierlich Gespräche zwischen internationalen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und potenziellen Projektpartnern statt.

B2B-Matchmaking Enterprise Europe Network Bremen (© AVIASPACE/ Justin von Glahn)
Mit hochkarätigen Programmpunkten, zahlreichen Networking-Formaten und wegweisenden technologischen Präsentationen setzte die Space Tech Expo Europe 2025 ein starkes Zeichen für den Innovationsstandort Europa und unterstreicht, dass Bremen weiterhin eine Schlüsselrolle in der internationalen Raumfahrtentwicklung einnimmt.
Über Bremen Bremerhaven – CITY OF AEROSPACE
Die zentrale Schlüsselbranche Luft- und Raumfahrt des Landes Bremen, gemäß der Innovationsstrategie Land Bremen 2030, vermarktet sich unter dem Claim Bremen Bremerhaven – CITY OF AEROSPACE. Vier Organisationen im Land Bremen setzen gemeinsam die operativen Ziele der Innovationsstrategie um.
Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation schafft die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung und Umsetzung der Luft- und Raumfahrtstrategie des Landes Bremen.
Der AVIASPACE BREMEN e.V. betreut das für die Umsetzung der operativen Ziele der Innovationsstrategie des Landes Bremen notwendige Netzwerk und die Teilnahme an Innovationsprojekten.
Die Förderbank des Landes, die Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB) wickelt das Luft- und Raumfahrtforschungsprogramm LuRaFo des Landes Bremen ab. Das Starthaus der BAB unterstützt Startups und Jungunternehmen und bindet sie in das Gründungsökosystem des Landes Bremen ein.
Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH unterstützt die Aktivitäten der Bremen Bremerhaven CITY OF AEROSPACE durch Messe- und Eventorganisation sowie mit BremenInvest in der Internationalisierung der Branche. Das Enterprise Europe Network (EEN) unterstützt Unternehmen bei Fragen rund um die Themen Innovation und Internationalisierung.
Über ESA BIC Northern Germany
Das Inkubationszentrum (BIC) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Norddeutschland (ESA BIC Northern Germany) hat seinen Sitz gemeinsam mit dem Luft- und Raumfahrtverband des Landes Bremen im Bremer Innovations- und Technologiezentrum BITZ sowie dem Digital Hub Industrie – zwei von Bremens größten Innovations- und Technologiezentren für Hightech-Unternehmen und Startups. Das ESA BIC Northern Germany bringt neue Startup-Impulse in die Region und stärkt somit das Innovationscluster Luft- und Raumfahrt des Landes Bremen. Der AVIASPACE BREMEN e.V. unterstützt die Raumfahrt Incubatees mit seinem Netzwerk, der Öffentlichkeitsarbeit und gezielten Coachings nicht nur während der Inkubationszeit, sondern auch in der Phase der Antragsstellung und im Anschluss als Alumni. Das STARTHAUS Bremen & Bremerhaven ist die zentrale Anlaufstelle im Bremer Gründungsökosystem und unterstützt die Startups zu allen Fragestellungen der Geschäftsentwicklung sowie zur Finanzierung. Gemanagt wird das ESA BIC Northern Germany von der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO), einem internationalen Netzwerk- und Brandingunternehmen für europäische Raumfahrtprogramme.
Seit 2021 bietet das ESA BIC Northern Germany seinen Service auch an Startups mit Raumfahrtbezug in Schleswig-Holstein an. Das Technikzentrum Lübeck mit GATEWAY49, AviaSpace und AZO betreiben gemeinsam diese Erweiterung des ESA BIC Northern Germany. Seit 2024 bietet der Innovationport Wismar der Forschungs GmbH Wismar gemeinsam mit AviaSpace und AZO ebenfalls den Zugang zum ESA BIC Northern Germany an. Es ist weiterhin geplant das ESA BIC Northern Germany auf die nördlichen Bundesländer Hamburg, Niedersachsen und Berlin-Brandenburg auszuweiten.
Die technische Unterstützung des ESA BIC Norddeutschland wird von Fraunhofer IFAM, Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI, DLR-RY Institut für Raumfahrtsysteme, Alfred-Wegener Institut für Polarforschung AWI, Hochschulen im Land Bremen inklusive verschiedener Institute wie z.B. Institut für Umweltphysik, Universität Lübeck, TH Lübeck, Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation ZARM, Life Science Nord, Airbus Group, ArianeGroup, AES Aircraft Elektro/Elektronik System, Dräger, DSI Aerospace, Possehl und OHB angeboten.






