Arbeitsrecht und Corona – Hotline der Arbeitnehmerkammer zu arbeitsrechtlichen Fragen

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19.03.2020: Die vom Senat beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sind unvermeidbar. Die Gesundheit der Menschen im Land Bremen hat die höchste Priorität.
Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich infolge der behördlich angeordneten Betriebsschließungen, betrieblichen Kurzarbeit oder notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen zahlreiche arbeitsrechtliche Fragen stellen. Hierzu gehören unter anderem, ob ein Freistellungsanspruch bei notwendiger Kinderbetreuung besteht, ein Homeoffice zur Verfügung gestellt werden muss, Dienstreisen angeordnet werden können oder Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht.

Deswegen hat die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa mit der Arbeitnehmerkammer vereinbart, das Beratungsangebot auszuweiten. Die Arbeitnehmerkammer Bremen bietet ab jetzt eine Telefonhotline mit arbeitsrechtlichen Informationen an. Unter der Telefonnummer 0421/36301-11 für Bremen bzw. 0471/92235-11 für Bremerhaven erhalten Ratsuchende entsprechende Auskünfte. Zusätzlich beantwortet die Arbeitnehmerkammer unter der E-Mail-Adresse recht@arbeitnehmerkammer.de für die Stadt Bremen und bhv@arbeitnehmerkammer.de für die Stadt Bremerhaven auch schriftliche Anfragen.

Darüber hinaus können sich Ratsuchende zu arbeitsrechtlichen Themen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf der Internetseite unter www.arbeitnehmerkammer.de informieren.

Die Telefonhotlinie der Arbeitnehmerkammer steht von Montag bis Freitag zu folgenden Zeiten zur Verfügung:

Montag und Mittwoch:
9.00 – 18.00 Uhr

Dienstag und Donnerstag:
9.00 – 16.00 Uhr

Freitag:
9.00 – 12.00 Uhr

„Es ist großartig, dass die Arbeitnehmerkammer ihr Angebot für alle Betroffenen ausweitet und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern diese Unterstützung anbietet“, erklärt Senatorin Kristina Vogt. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, Beschäftigten in dieser angespannten Situation durch rechtliche Hilfestellung mehr Sicherheit zu geben“, sagt Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen. „Unser gesamtes Juristenteam ist deshalb im Einsatz.“

Gleichzeitig appellieren Wirtschaftssenatorin und Arbeitnehmerkammer an die Betriebe im Land, alle nötigen und empfohlenen Hygienemaßnahmen zu ergreifen, um Beschäftigte und Kunden so weit wie möglich zu schützen. „Uns erreichen derzeit viele besorgte Anrufe von Beschäftigten aus dem Einzelhandel, der Pflege oder dem Friseurhandwerk, weil in ihrem Betrieb bislang keine zusätzlichen Arbeitsschutzmaßnahmen getroffen werden“, berichtet Kammer-Hauptgeschäftsführer Ingo Schierenbeck.

Ansprechpartner für die Medien:
Kai Stührenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-59090, E-Mail: kai.stuehrenberg@wah.bremen.de

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