ESA realisiert CarbonSat-Konzept der Universität Bremen

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2.12.2019: Die Europäische Weltraumagentur hat den Bau eines neuen Treibhausgas-Satelliten beschlossen und die entsprechenden Mittel freigegeben – und Forschungen der Universität Bremen sind dafür entscheidend gewesen. Der neue Satellit basiert auf dem CarbonSat-Konzept des Instituts für Umweltphysik (IUP).

Das vom Institut für Umweltphysik entwickelte CarbonSat-Satellitenkonzept basiert auf der Aufnahme räumlich hochaufgelöster Bilder der Treibhausgase CO2 und Methan. Mittels dieser Bilder können unter anderem die Abgasfahnen lokalisierter starker CO2-Quellen wie Kraftwerke, Industrieanlagen und Städte sichtbar gemacht und daraus deren Emissionen bestimmt werden.

Auf der Ministerratskonferenz der ESA, die jetzt in Sevilla stattfand, wurde beschlossen, die Mittel für den Bau des Treibhausgas-Satelliten CO2M im Rahmen des europäischen COPERNICUS Programms bereitzustellen. Geplant ist eine Konstellation von mehreren CO2M-Satelliten, die ab 2025 in die Umlaufbahn gebracht werden sollen. „Die Entscheidung der ESA-Ministerratskonferenz, die Mittel für CO2M bereitzustellen, bestätigt uns als Forschende am IUP“, freut sich Heinrich Bovensmann, der von 2010 bis 2015 wissenschaftlicher Leiter von CarbonSat war. „Wir werden weiter an innovativen Fernerkundungsmethoden forschen, die nicht nur wissenschaftlich, sondern auch umweltpolitisch von hoher Relevanz sind.“ Für sechs neue Copernicus Missionen inklusive CO2M haben die ESA Mitgliedsländer 1.8 Milliarden Euro bereitgestellt.

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