Innovationsmotor Nanotechnologie: Start-up NAVATO nimmt Fahrt auf

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Die Navato Aerospace ist ein grünes Start-up im Bereich der Nanotechnologie. Direktor und Gründer ist Hans G. Dahn, Co-Gründer*innen sind Miriam Janke und Jörg Praetorius. Navato wurde mit dem klaren Ziel gegründet, branchenübergreifend beschichtungsfreie Nanotechnologielösungen bereitzustellen. Das dazugehörende Unternehmen Navato Aerospace GbR revolutioniert den Luft- und Raumfahrtmarkt für Flugzeug-, Satelliten-, Raketen- und Schiffsmaterialien.

Die Idee zum Verfahren basiert auf Forschung und Entwicklung von über zehn Jahren: Laser erzeugen auf festen Oberflächen dauerhafte, beschichtungsfreie Strukturen – mit frei wählbaren Oberflächeneigenschaften (ab 1 nm), wie Anhaftungsfreiheit oder Reibungsverringerung. Die Strukturen werden athermisch erzeugt. Kunden können ihre Produkte hierzu an Navato liefern oder die betreffenden Maschinen im eigenen Fertigungsprozess integrieren.

Navato Aerospace ist ein Start-up im Bereich der materialwissenschaftlichen Optimierung für Luft- und Raumfahrtanwendungen. Im Bild v.l.n.r: Petra Oetken (Bremer Aufbau-Bank), Hans G Dahn (Navato Aerospace), Jörg Praetorius (Navato Aerospace), Holger Oelze (AVIASPACE BREMEN e.V.), Miriam Janke (Navato Aerospace) und Carolina Gomez (AVIASPACE BREMEN e.V. und Project Coordinator ESA BIC NG).

Seit der offiziellen Gründung im August 2020 wurden erfolgreich erste Musterstücke gefertigt. Der Plan ist, ab September 2021 auf größeren Flächen zu produzieren und das Verfahren auf beliebige Materialien anzuwenden. Miriam Janke: „Unsere potenziellen Kunden kommen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobilbau, Schiffbau und Medizintechnik. Als neuester Bereich kommen seit November 2020 die erneuerbaren Energien als Zielsegment hinzu gleichzeitig wurden erste Kontakte im Bereich Quantencomputing geschlossen.  ie Nachfrage ist auf allen Märkten sehr groß, leider gibt es bisher kaum Unternehmen, die entsprechende Lösungen anbieten können. Erste vielversprechende Gespräche führten wir darüber hinaus mit Führungskräften und technischen Entscheidern führender Großunternehmen.“

Das größte Learning der Gründungsphase?

Miriam Janke: „Erstens: Denke groß! Das entsprechende Mindset ist beim Gründen alles. Zweitens: mit Co-Foundern zu gründen, macht so viel mehr Spaß. Und, gelingt mal etwas nicht auf Anhieb, hast du Personen um dich, die dich zu 100 % verstehen und unterstützen die Herausforderung gemeinsam zu bewältigen.“

 

Pitch-Session mit Hans G. Dahn und Miriam Janke (beide Navato Aerospace).

Als bisher größten Erfolg sieht das Navato Management Team, die Aufnahme in das Programm des Bremer ESA Business Incubation Centre Northern Germany nach knapp zwei Monaten nach der Gründung, im Oktober 2020. Zu den nächsten Zielen des jungen Unternehmens gehört das Vorantreiben eines Forschungsprojektes  und der Aufbau von Navato Aerospace als eigenständiges Tochterunternehmen unterstützt durch die ESA BIC-Kooperation und das Land Bremen. Miriam Janke: „Was mir persönlich besonders wichtig ist, ist darüber hinaus die Unterstützung von Frauen in Raumfahrt und Technologie. Denn davon gibt es viel zu wenige!“

 

Über ESA BIC Northern Germany
Das Business Incubation Center (BIC) der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) ESA BIC Northern Germany hat seinen Sitz im BITZ, Bremens größtem Geschäfts- und Technologiezentrum für Hightech-Unternehmen und Start-ups. Das ESA BIC Norddeutschland bringt neue Start-up Impulse in die Region und stärkt somit Bremens Luft- und Raumfahrtsektor.
Es ergänzt den bestehenden Luft- und Raumfahrt Verbund und Innovationscluster AVIASPACE und wird von „Starthaus“, einer Anlaufstelle zur Finanzierung für neue Unternehmen und Start-ups, unterstützt.
Geleitet wird das ESA BIC Northern Germany von AZO, einem internationalen Netzwerk- und Branding-Unternehmen für die europäischen Raumfahrtprogramme. AZO leitet auch das ESA BIC Bayern mit drei Standorten in Süddeutschland. Künftig soll ESA BIC NG auf die nördlichen Bundesländer Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg ausgeweitet werden.

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