Die Spaceregionen Südholland und Bremen bündeln ihre Kräfte

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Die Provinz Südholland und die Branchenorganisation SpaceNed werden mit dem deutschen Bundesland Bremen und dem Raumfahrtcluster Aviaspace Bremen zusammenarbeiten. Durch die Verstärkung des Wissensaustauschs auf dem Gebiet der Raumfahrt und die gemeinsame Lancierung von Projekten können sich beide Seiten noch besser entwickeln. Außerdem eröffnet die Zusammenarbeit neue Chancen für Innovationen.

Der Kommissar des Königs Jaap Smit (Provinz Südholland), Jeroen Rotteveel, (Vorsitzender SpaceNed), Senator Martin Günthner (Bundesland Bremen) und Holger Oelze (Vorsitzender Aviaspace) unterzeichnen im Beisein des niederländischen Königspaars die gemeinsame Absichtserklärung. Quelle: Provincie Zuid-Holland.

Sowohl Südholland als auch Bremen verfügen über ein starkes Raumfahrtcluster. Unternehmen, tonangebende Institute, Universitäten und Hochschulen arbeiten gemeinsam an technologischen Innovationen in diesem Sektor, beispielsweise an Sensoren, Satelliteninstrumenten und Raketenbestandteilen. Beide europäischen Regionen gelten als Hotspot der Raumfahrtaktivität. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu den regionalen Wirtschaften. Überdies sind diese Cluster unverzichtbar für die großen gesellschaftlichen und oftmals internationalen Aufgaben, vor denen wir stehen. Man denke nur an das Klima-Monitoring mit Hilfe von Satellitendaten, das große Bedeutung für die Klimaadaption hat.

Gemeinschaftsprojekte
Wenn die Regionen ihre Kräfte bündeln, können sie ihre Position noch weiter verstärken. Deshalb haben der Kommissar des Königs Jaap Smit (Provinz Südholland), Jeroen Rotteveel, (Vorsitzender SpaceNed), Senator Martin Günthner (Bundesland Bremen) und Holger Oelze (Vorsitzender Aviaspace) im Beisein des niederländischen Königspaars eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Darin vereinbaren die Parteien, im laufenden Jahr ein gemeinschaftliches Aktionsprogramm aufzustellen. Es zielt auf (mehr) Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenseinrichtungen aus beiden Regionen ab, beispielsweise auf der Ebene von Forschung und Entwicklung. Jaap Smit: „Probleme wie die Klimafrage halten sich nicht an Grenzen. Wissen und Fähigkeiten verteilen sich über Institute, Unternehmen und Länder. Wenn wir die gemeinsamen Herausforderungen klug angehen, kommt jeder einen Schritt weiter.“

Raumfahrt-Handelsmission
Die gemeinsame Absichtserklärung wurde während einer Raumfahrt-Handelsmission in Bremen unterzeichnet, bei der Harm van de Wetering, der Direktor des Netherlands Space Office, als Delegationsleiter des Handelssektors fungierte. Ungefähr 25 niederländische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden machten sich besser mit den Kenntnissen und Fähigkeiten ihrer deutschen Kollegen vertraut. Abgesehen von der Zusammenarbeit von Südholland und Bremen gaben OHB Bremen und Airbus Defence and Space Leiden während der Mission bekannt, dass sie ihre Zusammenarbeit bei den Sonnenkollektoren für die Galileo-Konstellation erweitern werden.

Die Handelsmission erfolgte parallel zu einem Arbeitsbesuch von König Willem-Alexander und Königin Máxima in Bremen und Bremerhaven. Das Königspaar war bei einigen Programmpunkten der Handelsmission anwesend.

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